{"id":2526,"date":"2011-03-16T22:17:38","date_gmt":"2011-03-16T21:17:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/?p=2526"},"modified":"2011-03-16T22:17:38","modified_gmt":"2011-03-16T21:17:38","slug":"carl-dohmann-berichtet-aus-dem-trainingslager-in-sudafrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sclbadenbaden.de\/?p=2526","title":{"rendered":"Carl Dohmann: Spannendes S\u00fcdafrika"},"content":{"rendered":"<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe aus dem warmen S\u00fcdafrika! Seit dem 1. M\u00e4rz absolviere ich hier ein vom Deutschen Leichtathletik-Verband organisiertes H\u00f6hentrainingslager. Was ich so erlebe, das k\u00f6nnt Ihr hier lesen:<\/p>\n<p><!--more-->Alle m\u00e4nnlichen A- und B-Kaderathleten, eine B-Kaderathletin und ein C-Kaderathlet im Gehen sind mit dabei, au\u00dferdem noch ein L\u00e4ufer und ein Sprinter. Geleitet wird das Trainingslager von Ronald Weigel, dem Bundestrainer im Gehen, zusammen mit weiteren Betreuern.<\/p>\n<p>Bereits am 28. Februar bin ich von Frankfurt aus losgeflogen, in Paris am Flughafen haben sich dann alle getroffen. Dann ging es \u00fcber Nacht nach Johannesburg. Auf einer Karte am Monitor konnte man im Flugzeug immer verfolgen, wo wir uns gerade befinden. Etwas m\u00fcde wurden wir dann von Johannesburg aus ins 120 Kilometer entfernte Potchefstroom gefahren, den Ort, in dem wir rund drei Wochen wohnen und trainieren sollten. Er liegt in etwa 1400 Meter H\u00f6he. Zur Zeit trainieren hier au\u00dfer uns auch noch andere deutsche Leichtathleten, unter anderem die Marathonl\u00e4uferin Irina Mikitenko. Auf der einen Seite war es ganz angenehm, nach Monaten wieder mit kurzer Hose trainieren zu k\u00f6nnen. Andererseits war es bei Temperaturen um 30 Grad und der H\u00f6henluft nicht immer leicht. Aber durch solche Strapazen muss man durch, wenn man sich gut auf die anstehende Saison vorbereiten will. Die erste Woche kam ich beim Gehen mit dem Klima nicht so gut klar. Mein Puls stieg schon bei kleinen Belastungen enorm an. Doch danach wurde es immer besser, am Ende konnte ich ohne Probleme trainieren.<\/p>\n<p>Die meisten Trainingseinheiten wurden auf einer 2-Kilometer-Runde direkt neben unserer Unterkunft absolviert. Zudem gab es eine h\u00fcgelige Strecke etwas au\u00dferhalb, auf der wir besonders lange Einheiten um die 30 Kilometer zur\u00fccklegten. Das war besonders anstrengend, weil die Strecke eine Stra\u00dfe entlang f\u00fchrte, an der es \u00fcberhaupt keinen Schatten gab. Obwohl wir bereits morgens vor acht Uhr gestartet sind, sind wir der Sonne nicht entkommen. Ganz in der N\u00e4he gab es ein Rugby-Stadion, wo es auch einen Kraftraum, eine Leichtathletik-Bahn aus Gras und mehrere L\u00e4uferparcours gab, wo wir nachmittags h\u00e4ufig gelaufen sind. Auch f\u00fcr die Regeneration war gesorgt: so sorgte der Physiotherapeut f\u00fcr die Massagen nach dem Training und f\u00fcr sonstige Behandlungen bei Verletzungen, von denen ich zum Gl\u00fcck verschont geblieben bin. Zudem gab es ein K\u00e4ltebecken, in das wir nach dem Training unsere Beine stellen konnten. Was sich angenehm anh\u00f6rt, war \u00e4u\u00dferst gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, denn die Wassertemperatur lag nur bei etwa 8 Grad. Man gew\u00f6hnte sich dann aber recht schnell daran, und danach f\u00fchlte man sich tats\u00e4chlich besser.<\/p>\n<p>Bei in der Regel zwei Trainingseinheiten am Tag kamen wir leider  nicht dazu, viel von S\u00fcdafrika zu sehen, trotzdem bekamen wir etwas von den Eigenheiten hier mit. Auff\u00e4llig sind die immer noch gro\u00dfen sozialen Unterschiede zwischen der schwarzen und der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung. So sieht man in nicht wenigen G\u00e4rten von H\u00e4usern, die von Wei\u00dfen bewohnt werden, ungef\u00e4hr zehn dunkelh\u00e4utige Angestellte, die dort alle m\u00f6glichen Arbeiten verrichten. Auch im Supermarkt sind es (soweit ich das mitbekommen habe) ausschlie\u00dflich Schwarze, die einem die Waren an der Kasse eint\u00fcten. Seit dem Ende der Apartheid gibt es auch einige wohlhabendere Schwarze, trotzdem leben sehr viele noch in sehr \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen. Es ist in Potchefstroom manchmal schwierig, sich auf Englisch zu verst\u00e4ndigen, weil Afrikaans hier die g\u00e4ngigere Sprache ist. Insekten gibt es hier relativ viele, was nat\u00fcrlich auch mit der Jahreszeit zusammenh\u00e4ngt. Manche sind einem weniger vertraut, aber Fliegen und (leider) M\u00fccken gibt es hier auch in Massen. Das Wetter war die ersten zwei Wochen konstant, sehr hei\u00df und schw\u00fcl. Inzwischen hat es dreimal kurz geregnet &#8211; dann aber richtig. Der Garten stand teilweise richtig unter Wasser. Au\u00dferdem herrscht hier Linksverkehr (das musste einfach erw\u00e4hnt werden).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die meisten anderen noch bis zum 22. M\u00e4rz in S\u00fcdafrika bleiben, geht das Trainingslager f\u00fcr mich jetzt zu Ende, denn am Sonntag (20. M\u00e4rz) werde ich im schweizerischen Lugano \u00fcber 20 Kilometer meinen ersten Wettkampf dieses Jahr absolvieren. Ich hoffe, ich kann dann bereits von dem Training hier profitieren. Mein Ziel ist es, schon jetzt die Norm f\u00fcr die U23-Europameisterschaft im Juli zu erf\u00fcllen, die bei 1:26:30 Stunden liegt.<\/p>\n<p>Wir sehen uns in Deutschland!<\/p>\n<p>Euer Carl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe aus dem warmen S\u00fcdafrika! Seit dem 1. M\u00e4rz absolviere ich hier ein vom Deutschen Leichtathletik-Verband organisiertes H\u00f6hentrainingslager. 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