{"id":1498,"date":"2009-11-03T12:19:25","date_gmt":"2009-11-03T11:19:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/?p=1498"},"modified":"2009-11-03T12:19:25","modified_gmt":"2009-11-03T11:19:25","slug":"stephanie-weissmann-in-mexiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sclbadenbaden.de\/?p=1498","title":{"rendered":"Stephanie Weissmann in Mexiko"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/cimg1924.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1499\" title=\"Steffi in Mexiko\" src=\"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/cimg1924-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/imgp14121.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1501\" title=\"Steffi mit Gruppe\" src=\"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/imgp14121-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/cimg1895.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1502\" title=\"Erlebnisreiches Mexiko\" src=\"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/cimg1895-150x112.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"112\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.sclbadenbaden.de\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/imgp1412.jpg\"><\/a>SCL Heel Vorstandsmitglied Stephanie Weissmann ist f\u00fcr ein Jahr in Mexiko und unterst\u00fctzt ein Projekt f\u00fcr Jugendliche. Hier ihr erster Erfahrungsbericht nach f\u00fcnfeinhalb Wochen in einer neuen Welt:<\/p>\n<p>Eingelebt hatte ich mich hier sehr schnell, was bestimmt auch daran liegt dass mein Freund hier lebt und ich durch meinen Besuch im Juni auch schon einige Leute kenne. Die ersten 10 Tage war ich im Hotel, dann habe ich ein Apartment gefunden, es ist klein, aber gem\u00fctlich, ich habe eine Dusche und eine kleine K\u00fcche mit 2 Gasplatten und einem K\u00fchlschrank. <!--more-->Somit alles was der Mensch zum Leben braucht, ach ja ein Bett habe ich auch ;-). Mein zu Hause ist direkt im Zentrum, dadurch f\u00fcr mexikanische Verh\u00e4ltnisse teuer. Ich bezahle inkl. Gas, Wasser umgerechnet ca. 200 \u20ac. Ich habe mir zwar schon \u00fcberlegt etwas nicht mitten im Zentrum zu suchen, um Geld zusparen, denn schlie\u00dflich muss ich ja 1 Jahr mit dem Geld auskommen welches ich mir angespart hatte, aber so ist es praktisch, denn ich habe s\u00e4mtliche Busverbindungen (zu meinem Spanischunterricht und der Arbeit und ich bin nur 3 Block vom B\u00fcro meines Freundes weg. Da ist er zwar nicht oft, denn als Reisef\u00fchrer ist er ja draussen unterwegs, aber es isst ein zentraler Punkt und wenn er mal wieder auf Tour au\u00dferhalb Oaxacas ist, wie momentan f\u00fcr 10 Tage, dann habe ich eine Anlaufstelle.<\/p>\n<p>Zum Thema Busfahren, das war am Anfang gar nicht so leicht, denn es gibt zwar so was wie Bushaltestellen, aber da h\u00e4lt der Bus nur wenn jemand sich bemerkbar macht, also winkt, oder jemand aussteigen will. Ansonsten kann man aber \u00fcberall, wo der Bus langfahrt, einsteigen und auch aussteigen. So kann es sein dass der Bus innerhalb 100m 3x h\u00e4lt. Zu Beginn dachte ich die Leute sind ja echt faul, aber ich muss gestehen daran gew\u00f6hnt man sich ;-).<br \/>\nDas mit dem Bus rauswinken ist manchmal nicht so einfach, denn die Busse sind nicht so gut erkennbar beschriftet und einen Fahrplan oder Nummern gibt es auch nicht. Und wenn dann 4 Busse auf einmal kommen kann es sein dass manche auf der\u00a0zweiten Spur fahren, du also keine Chance hast du schauen wo der hinf\u00e4hrt oder dich bemerkbar zu machen. Auf dem Heimweg bin ich als in irgendeinen Bus gestiegen, welcher mit &#8222;Centro&#8220; oder &#8222;Central&#8220; beschriftet war, dann habe ich manchmal panik bekommen, wenn er anders gefahren ist, als ich gewohnt war, denn es war schon leicht dunkel auf der Heimfahrt und ich habe mich noch nicht orientieren k\u00f6nnen, das muss man aber, denn der Bus h\u00e4lt ja nicht automatisch an Haltestellen und selbst wenn haben diese keine Namen, also muss mann sich an der Umgebung orientieren. Naja nun kenne ich die Feinheiten (das Kleingeschriebene) und kenne die verschiedenen Fahtwege. Das Busfahren ist hier sehr g\u00fcnstig, f\u00fcr 4,5 Pesos (1\u20ac entsp. ca. 18 Pesos) kann man hier fah<br \/>\nren, jedoch sind die Busse nicht ganz so komfortabel. Es gibt nur wenige mit gepolsterten Sitzen, die meisten sind aus Kunststoff oder Metall. Was bei den Strassen, viele Rillen oder Wellen die nach aussen gehen in der Strasse, allerdings mit absicht um die Geschwindigkeit zu drosseln. Bei dem Fahrstil hat das f\u00fcr mich oft mit blauen Flecken und R\u00fcckenschmerzen ge\u00e4ndert, wobei ich mittlerweile eine Sitztechnik habe und daher keine blauen Flecken mehr bekomme, au\u00dfer an den Knien, denn irgendwie habe ich f\u00fcr manche Busse hier (die meisten) zu lange Beine.<\/p>\n<p>Meine Arbeit macht mir Spa\u00df, wobei das mit dem Spanisch noch sehr schwierig ist. Ich hatte zuvor ja nur den 1. Sprachkurs an der VHS, in der Schule hatte ich nur Englisch und ich bin wirklich kein Sprachgenie. Naja, so gehe ich momentan 3x Woche zum privaten Spanischunterricht bei der Tochter (29 Jahre) einer deutschen Reisef\u00fchrerin, die hier lebt. Die Tochter spricht jedoch kein deutsch, so l\u00e4uft es \u00fcber spanisch und englisch, was bei Grammatik und den Anwendungen nicht immer so leicht f\u00fcr mich ist, aber das wird schon. Naja, momentan ist es mit den Kindern noch schwierig. Bis letzte Woche habe ich immer von 12 Uhr bis 19:30 Uhr gearbeitet und zwar mit Kindern der 1. &#8211; 6. Klasse. Das Projekt ist in einem \u00e4rmeren Teil von Oaxaca, die Kinder (ca. 7 pro Klasse) kommen nach der Schule dorthin. Von 3-5Uhr die 1.-3- Kl\u00e4ssler, dann wird eine Stunde ein Thema bearbeitet, eine Geschichte erz\u00e4hlt, gesungen, gespielt oder gebastelt, meist zu einem bestimmten Thema, dann ist eine Stunde<br \/>\nHausaufgaben angesagt. Das war ab und zu etwas schwierig, den bei Spanischhausaufgaben konnte ich nicht wirklich helfen.<br \/>\nMit den Kindern komme ich gut klar, die sind gl\u00fccklich \u00fcber Zuneigung und Aufmerksamkeit. Was ich \u00fcberhaupt nicht verstehe und mich wahnsinnig macht, bei der Erziehung mancher Eltern, von teilweise Gewalt oder k\u00f6rperlicher Arbeit abgesehen ist, dass eine beliebte Strafe Schulverbot und Projektverbot ist. Wie dumm ist denn das bitte?! Und 1-2x im Monat, an einem Freitag ist Ausflugstag, z.B. sind wir beim Wochenthema: personelle Hygiene (duschen, H\u00e4nde waschen) in eine kleine Klinik gefahren. In der werden auch arme Leute kostenlos behandelt. Das war sehr interessant, denn ich war dort noch ein zweites Mal mit dem Projektleiter meines Projektes und einem deutschen Arzt in Ruhestand, er will im n\u00e4chsten Jahr f\u00fcr 3 Monate dort helfen. Wie genau sich die Klinik finanziert weiss ich nicht, aber zum einen kommen ja auch normale, zahlende Leute und dann \u00fcber Spenden und es sind nur 3 oder 4 \u00c4rzte angestellt, die anderen kommen Stunden oder tagesweise umsonst zum arbeiten.<br \/>\nSeit dieser Woche habe ich mein Aufgabengebiet gewechselt, arbeite jetzt von 8:45 bis max. 15 Uhr im Kindergarten (Preescular) meines Projektes. Die Kinder gehen um 12:30 Uhr und dann bereiten wir halt noch Material f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag vor. Diese Woche ist volles Programm, denn hier wird der Tag der Toten (wie Halloween) gro\u00df gefeiert. So haben wir Masken gebastelt, den Altar gebaut (Der wird mit Obst und S\u00fcssigkeiten dekoriert) und heute haben wir Schokoladenfiguren gemacht, wobei bei den Kindern der gr\u00f6\u00dfte Teil im Mund gelandet ist. Am Samstag ist dann eine Art Feier mit tanzen, essen, dann ziehen die Kinder von Haus zu Haus um nach S\u00fcssigkeiten zu bitten. Da bin ich mal gespannt wie es wird.<\/p>\n<p>Ach ja, nachdem ich mich nun doch an das Essen hier gewohnt habe, begann ich diese Woche mit joggen. Nachdem ich ja ewig nichts mehr gemacht habe. Allerdings vermisse ich hier meine &#8222;Gr\u00fcneeinfahrt&#8220;, habe hier nur Asphalt oder Stein, wobei mein Laufplatz eine begr\u00fcnte Anlage ist. Unter der Woche gehe ich meistens , war ja noch nicht oft, morgens um 6 Uhr laufen, da ist die Luft noch gut und es sind nicht soviele Leute unterwegs, denn tags\u00fcber w\u00e4hre es unm\u00f6glich hier im Zentrum zu laufen. Momentan f\u00fchle ich mich noch als h\u00e4tte ich nie Ausdauersport gemacht, die Kondition ist bei null, ich schnaufe relativ viel. Wobei meine Bronchien auch noch etwas belegt sind, hatte eine heftige Erk\u00e4ltung, und vielleicht liegt es auch den 1.400 m H\u00f6he. Seitdem ich wieder was mache, f\u00fchle ich mich viel besser und hoffe auch das es mein Immunsystem wieder st\u00e4rkt, denn in den ersten 4 Wochen hatte ich eine Blasenentz\u00fcndung und eine Erk\u00e4ltung die 3 Wochen hielt.<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Stephanie<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SCL Heel Vorstandsmitglied Stephanie Weissmann ist f\u00fcr ein Jahr in Mexiko und unterst\u00fctzt ein Projekt f\u00fcr Jugendliche. 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