Carl Dohmann: Ich freue mich auf die Europameisterschaft
Am Samstag, 25. Juli, startet Carl Dohmann bei der Europameisterschaft in Serbien. Die Vorbereitungen zu diesem sportlichen Abenteuer sind für Carl jetzt abgeschlossen. Vor dem Abflug hat ihn SCL Heel Vorstand Bernd Hefter interviewt.
Bernd: Alle im SCL Heel drücken Dir jetzt die Daumen. Der Count down für die EM läuft. Was wird Dich in dieser Woche erwarten?
Carl: Am Sonntag werde ich erstmal zusammen mit meinem Trainer Robert Ihly nach München fahren, wo die Nationalmannschaft zu einem kurzen Trainingslager zusammenkommt. Am Mittwoch fliegen wir dann über Belgrad nach Novi-Sad, wo die Titelkämpfe ab Donnerstag stattfinden. Trainiert wird dann nicht mehr viel. Die letzten Tage werde ich ein bisschen entspannen, bevor am Samstag (25. Juli) um 10:05 Uhr der Startschuss zum 10000m Bahngehen fällt.
Bernd: Ist das für Dich jetzt besonders aufregend, was erwartest Du von der Reise?
Carl: Das ist alles sehr aufregend, trotzdem bin ich so locker wie schon lange nicht mehr. Ich habe keine besonderen Erwartungen, sondern freue mich einfach auf die Reise. Es ist übrigens meine erste nach
Osteuropa, also nicht nur in sportlicher Hinsicht etwas Neues.
Bernd: Was für ein Gefühl ist das bei einer EM dabei zu sein?
Carl: Kein Schlechtes. Schon als ich 2004 mit dem Leistungssport angefangen habe, habe ich mir insgeheim das Ziel gesetzt, es irgendwann zu internationalen Meisterschaften zu schaffen. Zwar habe ich mich jede
Saison verbessert, aber meine Hoffnung, dieses Ziel zu erreichen, hat sich trotzdem lange in Grenzen gehalten. Dass es nach all den Jahren jetzt geklappt hat und ich in ein paar Tagen bei der U20-
Europameisterschaft sein werde, ist für mich ziemlich merkwürdig. Ich finde es gar nicht so leicht zu realisieren, dass man ein Ziel
erreicht hat, aber ich genieße es.
Bernd: Was sind deine sportlichen Erwartungen?
Carl: Nachdem ich beim Europacup Elfter geworden bin, ist mein Ziel jetzt ein Platz unter den ersten zehn. Ich glaube aber, dass mein Potential beim Europacup noch nicht ganz ausgeschöpft war und schließe deshalb nicht aus, dass ich noch ein paar Plätze weiter vorne sein werde.
Bernd: Wie lief die Vorbereitung?
Carl: Die letzten Wochen liefen wirklich gut. Ich habe zum Teil bis zu 140 Kilometer in der Woche und zweimal täglich trainiert. Ein Test waren die Deutschen Juniorenmeisterschaften vor drei Wochen, bei es mit dem Titelgewinn eher noch besser als geplant lief. Seitdem habe ich mit meinem Trainer noch mehr an meiner Tempohärte gearbeitet. Ich glaube, ich bin bestens gerüstet für meinen Wettkampf.
Bernd: Was sind deine weiteren Pläne nach der EM
Carl: Am 9. August kommt mit den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rhede der letzte große Wettkampf der Saison. Nächstes Jahr wird sich dann einiges verändern. Einerseits werde ich nicht mehr im Jugendbereich starten können, was bedeutet, dass ich von den zehn auf die zwanzig Kilometer umsteigen werde. Andererseits fängt im Oktober mein Studium an der Uni in Freiburg an. Ich werde dann viel alleine trainieren müssen, die Doppelbelastung von Studium und Sport wird sicher eine Herausforderung sein. Ich glaube aber, dass mir die Abwechslung ganz gut tun wird. Ich freue mich auf den neuen Lebensabschnitt.
Bernd: Wir wünschen Dir für die EM viel Erfolg, wir sind bei Dir!














